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25. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Statistik

Chinesische Stahlproduktion bleibt auf hohem Niveau

Im September erreichte Chinas tägliche Stahlproduktion den Vormonatsrekord, teilte das Statistische Amt mit. Analysten und Brancheninsider vermuten, dass die Produktion bis zum Ende des Jahres hoch bleiben wird – trotz der Versuche der Branche, das Überangebot zu kappen.

Nach Angaben des Statistischen Amtes lag Chinas Ausbringungsmenge von Rohstahl im September bei 50,7 Millionen Tonnen, 29 Prozent mehr als im Vorjahr, doch 3,1 Prozent weniger als im Rekordmonat August.

Die täglichen Ausbringungsmengen von September und August lagen gleich hoch bei 1,69 Millionen Tonnen.

Die Regierung verkündete am vergangenen Montag, dass sie das Wachstum von sechs Branchen, darunter der Stahlbranche, einschränken wolle. Sie wolle neuen Investitionen nicht zustimmen und die Finanzierung einschränken.

Obwohl das Überangebot Stahlhersteller zur Preisreduktion zwang und ihre Gewinnmargen verringerte, sei es unwahrscheinlich, dass sie ihre Produktionsmenge verringerten, sagten Analysten und Stahlhersteller. Dies führe zu einer hohen Ausbringungsmenge bis zum Jahresende.

"Die chinesischen Stahlkocher wollen die Produktion nicht runterfahren, weil sie ihre Produktion auslasten wollen – auch wenn sie unter reduzierten Gewinnen oder kleinen Verlusten leiden", sagte Xu Xiangchun, Senioranalyst beim Beratungsunternehmen Mysteel. "Sie müssen um ihren Marktanteil hart kämpfen. Sie werden ihre Produktion erst zurückschrauben, wenn sie große Verluste machen."

Ein Verkäufer eines privaten Stahlunternehmens stimmte zu. Sein Unternehmen wolle seine Produktionsmenge wegen des starken Wettbewerbs nicht zurückfahren.

"Jeder vermutet, dass der andere seine Produktion zurückfährt. Obwohl die meisten Stahlkocher sich der harten Zeiten durchaus bewusst sind, werden sie ihre Produktion nur drosseln, wenn sie für die Verluste nicht mehr aufkommen können – wie zum Beispiel ein Verlust von 500 Yuan pro Tonne", sagte er.

"Deshalb glaube ich, dass die Stahlproduktion auch in den nächsten Monaten auf hohem Niveau verharren wird."

"Wenn jedoch der Tagespreis für Eisenerz zu stark ansteigt oder die Versorgung mit Eisenerz zu angespannt ist, werden wir wohl gezwungen sein, die Produktion zu reduzieren", sagte er. Die drei größten Bergbauunternehmen hätten die Lieferung von Eisenerz an Handelsunternehmen seit drei Monaten eingestellt. Über diese Händler beziehen kleine Stahlhersteller gewöhnlich Eisenerz.

Händler, die Eisenerz von andern Bergbauunternehmen kaufen, sagten, der Tagespreis für Eisenerz sei seit der Branchenkonferenz am vergangenen Freitag in Qingdao um drei Prozent gestiegen. Die Konferenz wird normalerweise als inoffizieller Start für Verhandlungen über Richtpreise für das nächste Vertragsjahr gesehen.

"Tagespreise für Eisenerz springen normalerweise jedes Jahr nach der Konferenz nach oben", sagte er.

Quelle: China Daily

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