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30. 07. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Wachsender Schwarzmarkt bereitet Goldhändlern Sorge

Nachdem der Goldpreis auf einen neuen Höchstwert von 1000 US-Dollar (711 Euro) pro Unze gestiegen ist, grassiert die Spekulation auf dem Schwarzmarkt.

Hunderte von nicht autorisierten Goldhändlern, die sogenannten "Anjins", ziehen vor allem Investoren an, die in das Edelmetall anlegen wollen, jedoch vor den hohen Eintrittsbarrieren der Goldbörsen zurückschrecken.

So ist es nicht erstaunlich, dass Anjins jedem hohe Renditen bei geringen Kosten versprechen, der bereit ist, eine ansehnliche Summe zu investieren.

Was die Spekulanten jedoch nicht wissen ist, dass sie es mit illegalen Händlern zu tun haben, die keinen Zugang zur Goldbörse haben. Anjings sind keine Makler, sondern eher vergleichbar mit der Kasse eines Casinos, welche außer der Einlagen der Casinokunden keine Kapitalreserve hat, um Verluste aufzufangen.

Chen Xian, einem Analyst bei Shanghai Lingrui Gold Investment zufolge, müssen alle legalen Goldhändler Mitglied an der Shanghaier Goldbörse sein.

"Viele dieser illegalen Institutionen behaupten, dass sie Gold in London oder Hongkong handeln können, doch sie haben mit der Londoner Metallbörse oder dem Markt in Hongkong keine Verbindung. Stattdessen öffnen sie mit dem Geld ihrer Kunden ein Konto und lassen sich ihrerseits auf hochriskante Geschäfte ein", sagte Wang Weidong, Geschäftsführer der Shanghai Daton Gold Ltd an der Shanghaier Goldbörse.

Derzeit dürfen nur Mitglieder der Shanghaier Goldbörse und Derivatehändler unter der Schirmherrschaft der chinesischen Regulierungsbehörde mit Gold verbundene Finanzgeschäfte tätigen, sagten Analysten.

"Es kann gefährlich sein, sein Geld den Anjins anzuvertrauen. Alles was sie nachweisen können sind gefälschte Handelsabschlüsse. Wenn man nach Geld fragt, verschwinden sie", sagte Wang.

Chen sagte, diese illegalen Goldhändler hätten den Goldmarkt beeinträchtigt und den Geschäften der zertifizierten Unternehmer Verluste zugefügt.

Der Goldpreis schloss am Montag mit 955 US-Dollar (681 Euro) pro Unze in London. Ende Juni gab es in China mehr als 600.000 Konten für Finanzanlagen in Gold.

Gold dient während der weltweiten Wirtschaftskrise als stabile Geldanlage zur Werterhaltung. Goldhandel ist für kurzfristige Spekulationsgeschäfte mit hohen Renditechancen nicht geeignet, kein Unternehmen kann diese Versprechen, sagte ein Analyst von Southwest Securities.

Quelle: China Daily

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