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13. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Vier Rio-Tinto-Angestellte festgenommen

Nach der vorläufigen Festnahme von vier Rio-Tinto-Angestellten wegen Verdachts auf Spionage nahm die Shanghaier Staatsanwaltschaft diese nun formal fest. Die vier Personen, unter ihnen der australische Manager Stern Hu, wurden wegen der Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen und wegen Bestechung verhaftet.

Fast sechs Wochen nachdem das Shanghaier Sicherheitsamt vier Rio-Tinto-Angestellte wegen Verdachts auf Spionage in Gewahrsam genommen hatte, wurden diese nun formal festgenommen. Die vier Personen, unter ihnen der australische Manager Stern Hu, wurden wegen der Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen und wegen Bestechung verhaftet, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua gestern.

Die Verhaftung erfolgte kurz nachdem Hu den zweiten Konsularbesuch von australischen Vertretern erhalten hatte. Australiens Außenminister Stephen Smith sagte vorgestern in Canberra, Hu, australischer Staatsbürger, habe Kontakt mit konsularischen Vertretern gehabt, doch gab er keine näheren Details preis.

Chinesische Rechtsexperten erklären, der Fall sei "kompliziert", doch Hu werde nach den normalen Rechtsverfahren behandelt. Wang Minyuan, ein Experte für Rechtsverfahren bei der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, erklärt gegenüber China Daily, dass das Vorgehen der Polizei und Staatsanwaltschaft beim Rio-Tinto-Fall legal sei. "Chinas Recht für Kriminalverfahren verlangt, dass die Polizei normalerweise Personen innerhalb eines Monats nach einer vorläufigen Festnahme entweder formal festnimmt oder freilässt", so er.

Das Recht für Kriminalverfahren verlangt außerdem, dass die Staatsanwaltschaft bis zu zweimal für Untersuchungen eine Verlängerung dieses einen Monats beantragen kann, was der Polizei erlauben würde, die Personen pro Verlängerung jeweils einen weiteren Monat zu festzuhalten. Das Recht verlangt zudem, dass den Verdächtigen eine juristische Vertretung bereitgestellt wird, falls der Fall mit Staatsgeheimnissen zusammenhängt.

Rio Tinto hat unterdessen Angestellte aus seinem Büro in Shanghai versetzt, nachdem Hu und die drei anderen Mitarbeiter verhaftet worden waren, so Sam Walsh, Leiter der in London ansässigen Abteilung für Eisenerze von Rio laut Bloomberg gestern. Einige Nicht-chinesische Angestellte in Shanghai seien nach Singapur versetzt worden, so Walsh weiter.

China ist Australiens zweitgrößter Handelspartner.

Quelle: China Daily

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