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| 21. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
In Beijing sollen nächsten Monat die Gespräche zwischen China und Australien über den Freihandel weitergehen, trotz der derzeit schwierigen bilateralen Beziehungen, wie Australiens Handelsminister Simon Crean am Freitag gesagt haben soll.
Die Beziehungen hatten sich abgekühlt, nachdem Australien der Uigurin Rebiya Kadeer, der Drahtzieherin der Juli-Unruhen in Urümqi, bei der mindestens 200 Menschen starben, ein Visum gewährt hatte, und nachdem ein Executive des australischen Bergbaukonzerns Rio Tinto und drei andere Mitarbeiter in China verhaftet worden waren, weil sie der Industriespionage beschuldigt werden.
Crean sagte jedoch letzte Woche während eines Treffens mit Handelsminister Chen Deming, die starken kommerziellen Bande zwischen Canberra und seinem größten Exportpartner China würden trotz allem überwiegen. Er denke nicht, dass die (gegenwärtige politische) Situation gefährlich sei. "Ich kann diese gängige Sichtweise nicht ertragen, dass wir die Chinesen fürchten müssen," sagte Crean der Australian Financial Review in einem Interview.
Die Gespräche in Beijing werden die 14. Verhandlungsrunde sein. Crean zufolge hat China akzeptiert, dass ein Freihandelsabkommen auch die Landwirtschaft beinhalte, was lange Zeit ein Hindernis in den Gesprächen gewesen sei. Im vergangenen Jahr tauschten Australien und China gegenseitig Waren und Dienstleistungen im Wert von 53 Milliarden US-Dollar aus. Beide Länder einigten sich darauf, mit Freihandelsgesprächen im Mai 2005 zu beginnen, die letzte Runde fand im vergangenen Dezember statt.
Der Fortschritt hat sich jedoch verlangsamt, weil China freier in Australiens Rohstoffe investieren will, zugleich aber die effizienten australischen Farmbetriebe auf Distanz zu China halten will. Canberra will aber einen besseren Zugang für eigene Waren und Dienstleistungen zu chinesischen Endverbrauchern.
Crean sagte, seine Gespräche mit Chen seien offen und herzlich gewesen, und der Ton der Diskussionen "stark positiv". Der aktuelle 41,5-Milliarden-Dollar-Deal, bei dem Australien flüssiges Erdgas an PetroChina liefert, unterstreiche die starken Bande zu China. 2008 hat Australien an China vor allem Eisenerz, Wolle, Kupfer und Mangan geliefert.
Quelle: China Daily
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