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| 10. 10. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Baosteel Group, Chinas größter Stahlhersteller, wurde von der australischen Regierung aufgefordert, ein Kaufangebot in Höhe von 240 Millionen US-Dollar (163 Millionen Euro) für einen 15 Prozentanteil des Eisenerzlieferanten Aquila Resources in überarbeiteter Form noch einmal vorzulegen, berichteten australische Medien.
Laut Berichten des Australian Financial Review reichte Baosteel diese Woche auf Anfrage des Foreign Investment Review Board (FIRB) erneut sein Kaufangebot ein. Der Hintergrund dieser Anfrage ist unklar.
Baosteel konnte während der Ferien zum chinesischen Nationalfeiertag für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
FIRB bearbeitet derzeit mindestens sechs Kaufgebote von chinesischen Staatsunternehmen für Anteile an australischen Unternehmen. Dazu gehört ein Kaufgebot von 3 Milliarden US-Dollar (2 Milliarden Euro) der Yanzhou Coal Mining für die Übernahme von Felix Resources.
Im September wurde bereit Yanzhou Coal dazu aufgefordert, sein Angebot erneut abzugeben.
Die China Nonferrous Metal Mining Group (CNMC) wurde im September davon abgehalten, 222 Millionen US-Dollar (151 Millionen Euro) in Lynas, einen Lieferanten von seltener Erde, zu investieren. Die Behörde FIRB befand, dass CNMCs Anteile an Lynas 50 Prozent nicht übersteigen sollten.
Die Behörde wolle ausländische Mehrheitsanteile in neuen Bergbauprojekten vermeiden, zitierte Reuters einen führenden FIRB Beamten.
Laut FIRB zieht es die australische Regierung vor, staatseigenen Unternehmen lediglich Minderheitsanteile an jungen australischen Bergbauunternehmen zuzugestehen. Ob Geschäftsabschlüsse im Interesse Australiens seien, wolle sie von Fall zu Fall überprüfen.
Ende August hatten Baosteel und Aquila vereinbart, dass Baosteel bis zu 240 Millionen US-Dollar (163 Millionen Euro) in Aquila für 43,95 Millionen neue Aktien von Aquila investiert, entsprechend einen Unternehmensanteil von 15%.
Die Vereinbarung sah vor, dass Baosteel Aquila günstige Kredite von chinesischen Finanzinstituten für Großprojekte, darunter das West Pilbara Eisenerz Projekt, vermitteln sollte.
Tony Poli, Vorsitzender von Aquila sagte nach Vertragsunterzeichnung, dass er davon ausgehe, dass es mit der FIRB keine Probleme gebe.
"Sie [Baosteel] haben keine Kontrolle über das Unternehmen, sie stellen nur einen Vertreter im Aufsichtsrat. Die strategische Zusammenarbeit dreht sich um eine Unterstützung Aquilas", wurde Poli von australischen Medien zitiert.
Quelle: China Daily
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