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12. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Volksrepublik führt Börsengangsmärkte aus der Krise

Alleine in China gingen im dritten Quartal dieses Jahres mehr Firmen an die Börse als in Europa und Amerika zusammen.

China wird die Erholung der weltweiten Märkte für Börsengänge anführen. Dies stellte das Beratungsunternehmen Ernst & Young (E&Y) in seiner jüngsten Umfrage bei institutionellen Investoren rund um die Welt fest. Die Umfragte zeigte, dass China der erste Markt für Börsengänge ist, welcher sich von der Finanzkrise erholen wird. Über 75 Prozent der Studienteilnehmer sagten, sie würden eine Erholung des Markets im dritten und vierten Quartal dieses Jahres erwarten. Die Onlineumfrage wurde mit 205 institutionellen Investoren zwischen August und September dieses Jahres durchgeführt. "Das Potential für weiteres Wachstum und höhere Sicherheit in den Märkten sind die Gründe für das Zunehmende Interesse an Börsengängen", erklärte Ringo Choi, Regionalmanagementpartner Südchinas von Ernst & Young.

Die Börsengänge in China machten 65 Prozent aller Eigenkapitalerhöhungen auf der Welt während dem dritten Quartal dieses Jahres aus. Der Trend soll auch im nächsten Jahr stark bleiben, so die Umfrage. "In China tätige Unternehmen waren an der Front der Kapitalmarktaktivitäten und haben mehr Geschäfte abgewickelt, als Unternehmen in Europa und Amerika zusammen", verkündete Choi. Der Staatsbetrieb China Staatsfertigung und Entwicklung erhöhte im Juli sein Eigenkapital um 4,9 Milliarden Euro. Dies war der zweitgrößte Börsengang eines Aktienpakets in diesem Jahr, gleich nach den 5,3 Milliarden Euro, die die brasilianische Bank Banco Santander aus Brasilien erreichte. China Metallbau und Everbright Wertpapiere waren mit 1,9 und 1,3 Milliarden Euro ebenfalls unter den Top Zehn der größten Börsengänge im Jahre 2009. Das Wachstum wird auch von den hohen Erwartungen der globalen Investoren in den chinesischen Markt vorangetrieben – 64 Prozent der Studienteilnehmer wollen ihre Investitionsausgaben in das neue an die Börse gegangene Unternehmen anlegen.

Private Equity (PE) und Risikokapitalfirmen sollen ebenfalls dem Boom der Börsengänge in China helfen, besonders nach dem Börsengang von ChiNext, Chinas NASDAQ-ähnlicher Börse. "Private Equity Firmen spielen eine wichtige Rolle bei der Durchführung von Börsengängen und sind bereit, ihre Wichtigkeit in China in Anbetracht der vielen Unternehmungen, die ihre Eigentürmstruktur diversifizieren wollen, noch zu erhöhen. Der Trend wird andauern, da die PE und Risikokapitalinvestoren Unternehmen mit großem Wachstumspotential unterstützen. Dies deckt sich mit Chinas Nationalstrategie zur Förderung der Innovativität", erklärte Terence Ho, Verantwortlicher für strategisches Wachstum und Börsengänge bei Ernst & Young China. Zwanzig der 28 Unternehmen, welche an der ChiNext an die Öffentlichkeit gegangen waren, hatten PE- oder Risikokapitalinvestoren im Hintergrund.

Quelle: China Daily

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