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17. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinesische Unternehmen suchen neue Märkte

US-Präsident Barack Obama begann am Sonntag mit seinem ersten offiziellen Chinabesuch. Derweil suchen die chinesischen Unternehmen an der 3. internationalen CEO-Konferenz der chinesischen und globalen Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre Absatzmärkte zu diversifizieren. Ausgerüstet mit vielen liquiden Mitteln aus Börsengängen und Regierungsunterstützung, wollen die chinesischen Unternehmen nicht mehr nur in China wirtschaften. Die Volksrepublik besitzt 1,4 Billionen Euro Fremdwährungsreserven, welche hauptsächlich in Schuldverschreibungen der US-Regierung investiert wurden, und sucht nach Möglichkeiten, ihr Investmentportfolio zu diversifizieren – so beispielsweise durch Investitionen in natürliche Ressourcen. "Da macht es Sinn für chinesische Unternehmungen, ins Ausland zu gehen. Zum Einen müssen sie sich Ressourcen sichern, um weiterhin wachsen zu können; zum Andern müssen sie ihre internationale Präsenz ausbauen, um mit den globalen Konzernen konkurrieren zu können", erklärte Liu Andong, Vizepräsident der Sinosteel Gruppe.

Neue Chancen. Die Wirtschaftskrise brachte eine große Verschiebung des weltwirtschaftlichen Klimas mit sich und bot gute Möglichkeiten für chinesische Unternehmen, sich Anteile an ausländischen Unternehmungen zu sichern, welche früher noch zu teuer waren. Doch die Realität sieht anders aus. Die Unternehmen müssen zuerst viele Hürden aus dem Weg räumen, bevor sie sich einen Anteil an ausländischen Märkten sichern können. Besorgnisse im Ausland über eventuelle Bedrohungen aus China könnten die Größte von ihnen sein. Ein Beispiel ist der staatliche Ölproduzent CNOOC, welcher im Jahr 18,5 Milliarden US-Dollar (rund 12 Milliarden Euro) für seinen amerikanischen Konkurrenten Unocal geboten hat, jedoch diesen aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht übernehmen durfte. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Erfahrung in ausländischen Märkten. Chinesische Unternehmen werden hier viel mehr Geld und Zeit investieren müssen, als sie es zu Hause für das Einführen eines neuen Produktes benötigen würden. Bis jetzt gibt es kaum Beispiele für chinesische Unternehmen, die auch außerhalb der chinesischen Grenzen erfolgreich wirtschaften. TCL und Lenovo waren unter den ersten chinesischen Unternehmen, die im Ausland tätig wurden, und ihre Zukäufe waren nicht ganz unerfolgreich.

"Es ist besser, wenn man die lokalen Leute für sich arbeiten lässt, da dies Risiken reduziert und die Zeit der Integration in lokale Märkte verkürzt", erklärte Mimy Mock De Fung, Vorsitzende von Orinoco Energieressourcen. Doch auf der anderen Seite biete Chinas wachsender Heimmarkt auch mehr Einstiegsmöglichkeiten für internationale Konzerne. Auch sie wollen ihren Teil an Chinas Wirtschaftswachstum. Durch die investitionsfreundliche Politik der vergangenen drei Jahrzehnte konnten ausländische Unternehmungen in China enorme Profite machen. "Der chinesische Markt ist mehr und mehr transparent, offen und fair. Daher sehen sich chinesische Unternehmungen mehr ausländischer Konkurrenz gegenüber. Sie müssen mit internationalen Großkonzernen um ihren Heimatmarkt kämpfen und gleichzeitig Risiken im Ausland in Kauf nehmen", erklärte Frau Mimy.

Quelle: german.china.org.cn

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