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29. 07. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Aids-Kranke und HIV-Infizierte können in Xinjiang auf mehr staatliche Hilfe hoffen

Einwohner in Teilen der nordwestchinesischen Autonomen Region Xinjiang müssen vielleicht bald vor der Heirat einen Aidstest machen lassen, schreiben lokale Medien am Dienstag mit Verweis auf einen Gesetzesentwurf.

Diese neue Regulierung ist nur ein Teil der Maßnahmen, um der Ausbereitung von Aids in Teilen Xinjiangs Herr zu werden. In dieser Region breitet sich die Krankheit gemäß einem Bericht der Xinjiang Metropolis Daily am schnellsten aus, da viele Paare die Gesundheitschecks vor der Eheschließung vernachlässigen, seit diese ab Oktober 2003 nicht mehr vorgeschrieben sind. Die Aufhebung habe zudem eine Erhöhung der Geburtsfehler bei Neugeborenen zur Folge gehabt.

Der Gesetzesentwurf will nun das Problem mit der Krankheit Aids angehen. So sollen potentiell kranke Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, auf Aids und HIV untersucht werden, berichtete das lokale Nachrichtenportal Tianshannet.com. Dies sei bereits jetzt bei Leuten gebräuchlich, die aus beruflichen Gründen mit der Krankheit in Kontakt kommen. Diejenigen, die bereits mit dem Virus infiziert sind, Krankheitserscheinungen zeigen oder nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten, sollen von der Regierung eine Pension bekommen. Auch Patienten oder HIV-Träger, die in ärmeren Städten oder in ländlichen Gebieten leben, sollen Zugang zu Gratismedikamenten, Beratungen und Untersuchungen bekommen. Die gesetzgebenden Organe haben über den Entwurf diskutiert. Allerdings erwähnten die Berichte nicht, wann der Entwurf umgesetzt werde.

Seit Anfang dieses Jahres hat Xinjiang laut Angaben des Gesundheitsamts unter allen Provinzen und autonomen Regionen die fünftmeisten gemeldeten HIV/Aids-Fälle. Die neuesten offiziellen Daten gehen per Ende 2009 auf dem Festland von mindestens 740.000 Infizierten aus. Die staatliche Mittel für die Prävention und Behandlung von HIV und Aids dürften in diesem Jahr eine Milliarde Yuan (148,8 Millionen US-Dollar) betragen, sagte Zhang Yongzhong, stellvertretender Chef des Gesundheitsamts von Xinjiang, bereits vor einem Jahr in einem Interview mit der China Daily. Dies sei fast das Dreifache der Ausgaben von 2009, die 35 Millionen Yuan betrugen. Zwischen 1999 und Ende des vergangenen Jahres gab die Regierung in Xinjiang insgesamt fast 180 Millionen Yuan für die Vorbeugung und Behandlung von HIV und Aids aus.

Quelle: China Daily

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