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| 28. 07. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der chinesischen Einwohner ist trotz der internationalen Wirtschaftskrise schnell gewachsen. Dieses Wachstum hat sogar das des BIP überholen. Dennoch haben die Einwohner keine große Zuversicht auf ihre künftigen Einnahmen.

Laut dem Statistikamt seien die verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen der Einwohner in den Städten und Gemeinden Chinas im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 11,2 und 8,1 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum sei größer als das des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im gleichen Zeitraum, welcher bei 7,1 Prozent lag.
Die Kluft zwischen Städten und Gemeinden vergrößert sich. Nach dem Statistikamt betrugen die verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen der Einwohner in den Städten im ersten Halbjahr 8856 Yuan, während die der Bauern 2733 Yuan ausmachten, also ein Wachstum um 8,1 Prozent. Das Wachstum der Einkünfte von städtischen Einwohnern im vergangenen Jahr war nur um 0,4 Prozentpunkte höher als das der Bauern. Im Vergleich dazu hat sich diese Wachstumskluft im ersten Halbjahr 2009 auf 3,1 Prozentpunkte vergrößert. Dies sei auf die internationale Wirtschaftskrise zurückzukommen, so Wirtschaftsexperten. Da viele Firmen bei der Krise Jobs abschaffen mussten, hätten die bäuerlichen Wanderarbeiter die wichtigsten Einkommensquellen verloren.
Das Wachstum ist schneller als das im vergangenen Jahr. Nach Angaben vom Institut für Soziologie der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften sind die Einkünfte der Einwohner in den letzten Jahren meistens langsamer als, oder nur im gleichen Tempo wie das BIP gewachsen. Das schnelle Wachstum in diesem ersten Halbjahr, so Experten, sei dem im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr relativ niedrigeren Warenpreis zu verdanken. Das Wachstum der Realeinkommen zeichnet in diesem Sinne deutlicher ab. Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, so würde sie sich positiv auf das Konsum auswirken, was weiterhin die Wirtschaftsentwicklung fördert.
Es gibt aber keinen Anlass zu Optimismus. Trotz der optimistischen Zahlen im ersten Halbjahr 2009 haben die Einwohner kaum Zuversicht auf ihre künftigen Einkommen. Nach neuen Angaben der Zentralbank haben mehr Einwohner als im vergangenen Jahr das Gefühl, dass der Warenpreis hoch sei. Das schnelle Wachstum der Einkommen der Einwohner steht im Widerspruch mit dem weit verlangsamten Wachstum ihrer Steuereinnahmen.
Quelle: german.china.org.cn
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