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| 03. 08. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Hochqualitativer chinesischer Alkohol hat im ganzen Land eine Preissteigerung erlebt. Dies zwei Tage nachdem eine Änderung in der staatlichen Verbrauchssteuer auf Alkohol in Kraft trat. Einzelhändler in den Städten, in denen die Alkoholpreise noch nicht gestiegen sind, erwarten ebenfalls bald einen Anstieg, da die Produzenten die Kosten auf die Verbraucher abwälzen könnten.

Der Preis von Maotai – ein klarer Schnaps, der besonders bei höheren Angestellten und hochrangigen Beamten beliebt ist – ist etwa im Haoyouduo Alkoholgeschäft in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan von 698 (71,7) auf 728 Yuan (74,7 Euro) angestiegen. Gemäss einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, sei die Tuopai Yeast Liquor aus Sichuan mit den Preisanstiegen vorangegangen. Obwohl Hochqualitätsalkohol in der Provinz Guizhou noch nicht teurer geworden ist, ist das Angebot von Maotai stark gesunken. Eine Erhöhung der Preise sei also gemäss Xinhua-Meldung nur eine Frage der Zeit. Auch in Beijing sind die Preise noch nicht gestiegen. Aber, so ein Verkäufer im Tiankelong-Laden an der Chaoyang-Straße in Beijing gegenüber der Global Times, es sei sicher, dass die "Preise in diesem Monat noch steigen werden."
Hintergrund der Preissteigerungen ist eine Änderung in der chinesischen Steuerverordnung, die am 1. August in Kraft getreten ist. Ihretwegen müssen nun Alkoholproduzenten höhere Abgaben bezahlen, was letztlich zu den erwähnten höheren Preise für die Konsumenten führt.
Die Alkoholproduktion in China belief sich in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf 2.06 Million Kiloliter. Dies entspricht einer Zunahme von 17.44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Erlös aus dem landesweiten Verkauf von Alkohol erreichte in der gleichen Zeitspanne 76.7 Milliarden Yuan (7,9 Milliarden Euro), was einer Steigerung von 21,95 Prozent entspricht. Diese Zahlen gab die Vereinigung für Chinesischen Alkohol kürzlich heraus.
Der Besitzer eines Alkoholgeschäfts im Osten Beijings sagte zu Global Times unter der Zusicherung der Anonymität: "Der Preisanstieg verursacht uns keine großen Verluste. Kunden, die Spitzenalkohol kaufen, interessieren sich nicht sehr für denn Preis, da sie oft reich sind oder ihn als Geschenk kaufen." Dabei ist dies nicht das erste Mal, dass Maotai in diesem Jahr von einem Preisanstieg betroffen ist: Bereits im Juni hat die Brauerei den Preis für eine Flasche von 30 (3,1) auf 40 Yuan (4,1 Euro) erhöht.
"Guten Alkohol zu trinken ist in China die Verkörperung von sozialem Status und Identität und bezieht sich auf alle Aspekte der chinesischen Gesellschaft," meint Ding Gang, ein Redaktor von People's Daily. Die "Alkoholkultur" habe sich tief im Leben der normalen Leute verankert: "Sie neigen dazu, guten chinesischen Alkohol zu trinken, wenn eine große Feier ansteht oder geben ihn besonderen Gästen", so Ding.
Gleichzeit werden die Brauereien auch vorgeworfen, dass sie die Umwelt belasten. So hatte die Maotai Brauerei im Jahr 2007 mehr als 6800 Tonnen ihrer Produkte verkauft und dabei über 80 000 Tonnen Bodensatz produziert, was als die Hauptursache gilt für die Umweltverschmutzungen rund um die Produktionsstädten der Firma im bäuerlichen Guizhou.
Quelle: global times
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