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| 27. 02. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Apple wird nach Einschätzungen von Analysten das iPhone höchstwahrscheinlich über China Unicom vertreiben, da Marktleaderin China Mobile eine Eigenentwicklung statt des internationalen Standards für die Einführung von 3G Dienstleistungen verwendet.

Branchenkenner gehen davon aus, dass das iPhone 3G des US-Eelektronikkonzerns Apple in China ab Mai dieses Jahres auf den Markt kommen wird. Es wird auch in China den weltweit verbreiteten, neuen Mobilfunkstandard der dritten Generation verwenden. Apple und China Unicom stehen kurz vor dem Unterzeichnen eines Abkommens, um das iPhone 3G in China, dem weltweit größten Mobilfunkmarkt, in den Verkauf zu bringen, wie Quellen aus der Mobilfunkindustrie vermuten. Bereits früher wurde berichtet, dass sich Apple schon seit dem Jahr 2007 in Gesprächen mit China Mobile zum Marktzugang des iPhones befinde, sich die beiden Konzerne aber bis anhin nicht einigen konnten.
Unterschiedliche Standards. China Unicom, welche die Mobilfunkstandards der dritten Generation (3G) über die verbreitete WCDMA-Technologie im Mai einführen möchte, will das iPhone möglichst zu einem ähnlichen Zeitpunkt auf den Markt bringen. Der Mobilfunkkonzern hat dabei größere Chancen als die Konkurrentin China Mobile auf einen Vertrag mit Apple, wie Branchenkenner vermuten. China Mobile hätte ein großes Hindernis, da es statt der internationalen WCDMA-Technologie die selbstentwickelte TD-SCDMA-Technologie für sein 3G-Netz verwende, das iPhone jedoch ausschließlich WCDMA unterstützt. Das Entwickeln eines iPhones für einen anderen Standard wäre teuer und zeitaufwändig, zudem würden die Skaleneffekte für Apple stark minimiert und ausländische Besucher könnten ihr Gerät in China nur eingeschränkt verwenden, geben Analysten zu bedenken.
China Unicom wird seinerseits aller Voraussicht nach auch mehr Konzessionen an Apple machen als China Mobile, was zu dem Vorteil, dass weder die Hardware noch das Modell selber ausgewechselt werden müssten, hinzu kommt. Dies führt nach Einschätzungen von Ovum, einem englischen IT-Beratungsunternehmen, zu weniger Kosten und Risiken. "Es würde Apple die Türen zum riesigen chinesischen Markt öffnen und China Unicom andererseits würde eine starke Waffe im Konkurrenzkampf mit China Mobile um das Hochpreissegment gegeben" meint Sherry Huang, Analyst bei Ovum. Jedoch wollten weder China Unicom noch Apple gestern einen Kommentar abgeben.
Quelle: Shanghai Daily
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